Solarexperten Bayern GmbH unter vorläufiger Insolvenzverwaltung – Amtsgericht München ordnet Sicherungsmaßnahmen an

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Am 17. Juni 2025 hat das Amtsgericht München im Verfahren Az.: 1509 IN 2051/25 die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Solarexperten Bayern GmbH, mit Sitz in Unterföhring, angeordnet. Ziel der Maßnahme ist der Schutz der Vermögenswerte des Unternehmens vor nachteiligen Veränderungen, bis über eine mögliche Eröffnung des Insolvenzverfahrens entschieden wird.

Vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Maximilian Breitling aus München bestellt. Seine Aufgabe ist es, das Vermögen der Solarexperten Bayern GmbH zu sichern und die wirtschaftliche Situation des Unternehmens zu analysieren. Er übernimmt dabei jedoch nicht die Geschäftsführung, sondern überwacht die Vorgänge zur Vorbereitung einer gerichtlichen Entscheidung über die Verfahrenseröffnung.

Keine Angaben zu Gläubigerstruktur oder Verfahrenshintergrund

Aus dem Beschluss geht nicht hervor, ob Gläubigeranträge vorlagen oder ob es sich um ein Eigenantragsverfahren handelt. Ebenso fehlen Angaben zur wirtschaftlichen Schieflage der Gesellschaft oder zu möglichen Sanierungsabsichten. Nach Angaben aus dem Handelsregister ist die Gesellschaft unter HRB 296203 beim Amtsgericht München eingetragen und wird von Geschäftsführer Manfred Michael Schwärzer vertreten.

Beschwerdemöglichkeit für Beteiligte

Gegen die Entscheidung kann sofortige Beschwerde eingelegt werden. Die Frist beträgt zwei Wochen ab Bekanntmachung oder Zustellung. Maßgeblich ist auch die öffentliche Bekanntmachung auf dem zentralen Insolvenzportal (www.insolvenzbekanntmachungen.de). Die Beschwerde muss schriftlich beim Amtsgericht München eingereicht werden.

Bewertung aus Sicht von Geschäftspartnern und Gläubigern

Die Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung ist noch keine Eröffnung des Insolvenzverfahrens, stellt jedoch ein klares Signal für eine wirtschaftlich kritische Lage dar. Geschäftspartner sollten mit Vorsicht agieren, insbesondere bei offenen Forderungen oder laufenden Lieferverhältnissen. Zahlungen an die Gesellschaft selbst sind ab sofort nicht mehr zulässig, sondern nur an den vorläufigen Insolvenzverwalter.

Ob eine Fortführungslösung oder eine geordnete Abwicklung angestrebt wird, hängt von den Ergebnissen der nun anstehenden Prüfung ab. Betroffene Gläubiger sollten die weitere Entwicklung sorgfältig verfolgen und auf eine mögliche Gläubigerversammlung vorbereitet sein.

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